CV Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959
 Session 2004/05 - Erste Kostümsitzung

Session 2004/05 - Erste Kostümsitzung


Frohsinn, Spaß, Grün-Weiße, Kur,
Bad Salzig bietet Weltkultur.

Am 15. Januar war es endlich so weit: Pünktlich um 19:33 Uhr begann der Einzug der grün-weißen Narren in die Narrhalla des Ägidiusheims in Bad Salzig. Der Elferrat marschierte zusammen mit dem Damenballett und dem Sitzungspräsidenten Oswin Hohenbild ein und verwandelte die Bühne in ein grün-weißes Meer. Die erste Kostümsitzung des CV Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959 hatte begonnen.

Nachdem das bewährte Duo Mike und Martin Rüdel mit einer Schunkelrunde die Narrenschaar angeheizt hatte, hieß es "Bühne frei" für einen intergalaktischen Besuch: Die Blues Brothers als Besatzung des Traumschiffes Surprise starteten einen ersten Angriff auf die irdischen Lachmuskeln.

Volker Kahl als Till verstand es, die politischen und gesellschaftlichen Themen des vergangenen Jahres aufzubereiten und mit spitzer Zunge zu kommentieren.

Erstmals auf einer Abendsitzung bewies das neue CV Jugendballett mit seinem Gardetanz, dass der Verein sich um die Zukunft seines Nachwuchses keine Sorgen machen muss.

Anknüpfend an seine Rede vom letzten Jahr berichtete Wolfgang Spitz von seinem Weg vom "Rattenfänger zum Ortsvorsteher".

Anschließend meisterte das neue und noch recht junge Damenballett des CV ihren Gardetanz mit Bravour.

Das Glongert Sextett untermauerte in a capella die Bad Salziger Weltkultur und zeigte musikalisch auf, warum hinter Bad Salzig "das Elend anfängt". Gekonnt brachten sie das Publikum zur Melodie des Holzmichels in Bewegung.

Das man als Stadtstreicher viel beobachten kann und dementsprechend viel zu berichten hat, stellte Eric Betzing unter Beweis.

Das wie jedes Jahr mit Spannung erwartete Herrenballett brachte die Stimmung kurz vor der Sitzungspause zum Kochen. Getreu dem Sitzungsmotto wurden viele Sagengestalten des Mittelrheintales zum Leben erweckt und auf die Bühne des CV gebracht. Nach der Loreley, den Römern, den feindlichen Brüdern, dem Bacchus mit Weinkönigin folgten Nixen aus dem Rhein. Natürlich durfte auch die Besatzung der Goethe nicht fehlen. Sogar der Dünchesmann, den alte Einwohner nur sehr selten in kalten und dunklen Novembernächten gesehen haben wollen, ließ es sich nicht nehmen nach langer, langer Zeit wieder einmal zu erscheinen. Nachdem die Frage beantwortet war, ob denn der alte "Fluchmichel" noch lebt, erwachten die Denkmäler zum Leben und begeisterten das Publikum mit einem furiosen Tanz.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit feierte eine weitere neue Gruppe ihre Premiere auf der Bad Salziger Bühne. Die "Schinnötzer" luden das faszinierte Publikum ein, ihnen auf einer Traumreise in die Welt der Reichen und Schönen zu folgen. In jeder Phase der Darbietung war zu erkennen, dass die Mitwirkenden nicht zum ersten Mal auf einer Bühne standen.

Die erste Sitzung so kurz nach Weihnachten? Kein Wunder, dass dieses Jahr auch der Weihnachtsmann - in Person von Reiner Becker - auf die Sitzung des CV kam.

Vom närrischen Publikum herzlich empfangen wurde das Oppenhäusener Prinzenpaar Jutta III. und Prinz Norbert I. vom Dachkaffee.

Viel zu berichten wusste Barbara Dülz über "Männer auf der Schönheitsfarm".

Michael Verbooy inszenierte zusammen mit seinen Freunden auf seine unverwechselbare Art und Weise Nana Mouskuris "Weiße Rosen aus Athen". Diese Parodie muss man einfach gesehen haben.

Einen weiteren Angriff auf die Lachmuskeln startete Liesel Möbus, die von ihren Urlaubserlebnissen als "Frau Becker auf Reisen" berichtete. Wenn jemand zum ersten Mal eine Kreuzfahrt macht, dann gibt es viel zu lernen und es kann zu großen Missverständnissen kommen.

Den Abschluss der Sitzung machte wie immer das CV Damenballet. Das Publikum wurde in die faszinierende Märchenwelt von Mary Poppins versetzt und durfte lernen, dass es bei dem Wort "Supercalifragilisticexpialidocious" allein darauf ankommt, wie es betont und gesprochen wird.

Hauptakteur des Finales war wie seit vielen Jahren Klaus Bock, der den ganzen Saal zum schunkeln und singen brachte. Mit dem Lied "Grün-Weiße Sterne steh'n, werden nie untergeh'n" endete eine bunte, abwechslungsreiche und sehenswerte Sitzung. Und wie sich nach der Sitzung gezeigt hat, werden die grün-weißen Sterne wirklich nie untergehen.

Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.

Christian Fuchs
© by C. Fuchs, fusoft