CV Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959
 Session 2002/03 - Erste Kostümsitzung

Session 2002/03 - Erste Kostümsitzung


4x11 Jahre jung und munter,
mit Dreigestirn wird's jetzt noch bunter

Bunt war's tatsächlich: auf der 1. Prunksitzung des CV Grün-Weiß Bad Salzig am vergangenen Samstag. Pünktlich um 19:33 Uhr marschierte der Elferrat in Begleitung der Ballette auf die Bühne. Sitzungspräsident Oswin Hohenbild und der 1. Vorsitzende Detlef Kahl begrüßten die Narrenschar im ausverkauften Ägidiusheim und kündigten das Dreigestirn an.

Unter tosendem Applaus betraten dann endlich Prinz Herbert, Jungfrau Jürgen und Bauer Sascha mit ihrem Adjutanten Michel die Bühne, die wie in ein Meer aus grün-weißer Farbe getaucht schien.

"Wir feiern die Fastnacht, wir verschlafen sie nicht!", so Prinz Herbert, bevor er die Narrengesetze erließ, an die sich bis Aschermittwoch das ganze Volk zu halten hat.

Nachdem Klaus Bock gekonnt seine musikalischen Glückwünsche vorgetragen hatte, bestieg der Prinz mit seinen Gefährten die Empore, neben der Bühne. Von dort aus wachte er den ganzen Abend mit Adleraugen über sein Narrenvolk.

Obgleich sie zum ersten Mal beim CV auf der Bühne standen, ließen es die "Blues Brothers 2003" zu Anfang so richtig krachen. Die Trainer Sandra Engels, Carina Krahm und "Bauer" Sascha können stolz auf ihr "Junges Herrenballett" sein. Volker Kahl alias "Till" rührte kräftig im Polit - Topf und traf bei Themen wie dem Dosenpfand oder den Bundestagswahlen so manchen Nerv der Anwesenden. " Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen - oder Bonusmeilen bekommen!", so eine der Spitzen.

Das Prinzenpaar aus Oppenhausen gratulierte dem Dreigestirn herzlich und zeigte sich erleichtert, dass sie nicht miteinander konkurrieren. Lässt sich ein Dreigestirn doch schlecht mit einem Prinzenpaar vergleichen. "Dafür verdient ihr einen Orden!", so Prinzessin Angelika.

Für Schwung sorgte das CV Jugendballett von Rita Gold. Das Publikum bedankte sich für den rhythmisch und dynamisch anspruchsvollen Gardetanz mit langanhaltendem Applaus.

Wer könnte besser eine Rede über das Dreigestirn halten als Karin Tatsch? Sie ergründete den Ursprung des Namens "Dreigestirn": "Die heißen so, weil die oben hinter der Stirn ´was sitzen haben!"

In den Reigen der Politprominenzen reihte sich nach dem Bad Salziger Ortsvorsteher Manfred Kamp auch der Bopparder Bürgermeister Dr. Walter Bersch ein, der an Schwerdonnerstag bei der Rathauserstürmung den "roten Teppich" ausrollen will!

Das Damenballett zeigte in alter Manier, was es tänzerisch drauf hat und erntete dafür die Begeisterung des Publikums.

Christel Knopp verglich in ihrer "Weinprobe" den Elferrat mit verschiedenen Weinsorten. Ihr fiel es sichtlich schwer, den Besten herauszufiltern. Das Glongert-Sextett unterstellte den Boppardern Neid auf das Salziger Dreigestirn:" So was haben die Bopparder noch nicht gesehen - so was gibt ´s nur in Salzig!" Auch die Last mit dem Euro beschäftigte die sechs Musiker: "Ach, Euro! Warum bist du der Teuro?!".

Ein "Stadtstreicher" (Eric Betzing) "lobte" die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Boppard, da sie in vorzüglicher Weise Theorie und Praxis vereinten:" Nix klappt, und keiner weiß warum!"

Der Höhepunkt der ersten Hälfte war das Herrenballett, das als Tanzsoldaten und Funkenmariechen in prächtigen Uniformen einen Tanz darbrachten, dem es an akrobatischer Höchstleistung nicht fehlte.

Mike und Martin Rüdel sorgten nicht nur in der Pause, sondern den ganzen Abend lang, für die richtige Musik.

"Wir sind das Wahre, Schöne, Gute!", so eröffnete Thomas Kuhlmann die zweite Halbzeit der Sitzung. Erntete er als Sprecher der Männer heftige "Buh" - Rufe vom weiblichen Publikum, so hörte Jörn Kappel - als Frau verkleidet - die männlichen Stimmen aufgebracht. "Ihr Frauen - jetzt wird aufgemuckt!", konterte er.

Liesel Möbus wusste eine Menge aus ihrem Leben zu berichten und erntete für ihre Anekdoten heftigen Beifall. Die "Zensi von der Alm" war Michael Verbooy, ein Garant für gute Stimmung. Bei den Klängen von "Heidi" konnte sich selbst Jungfrau Jürgen nicht mehr auf dem Stuhl halten und tanzte ausgelassen auf der Bühne mit.

Karin Tatsch erfreute die Narrenschar zum zweiten Mal für diesen Abend mit einem Vortrag. "Ich bin weiß Gott nicht helle - aber eine Frau für alle Fälle!". Das war dem Publikum eine Rakete wert!

Vor dem großen Finale präsentierte das Damenballett seinen modernen Tanz. "Eine Liebe aus 1001 Nacht" - so das Motto.

Umringt von allen Aktiven stimmte das Dreigestirn mit Klaus Bock in das Salziger Lied ein und beendete so einen Abend, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Daniela Novy
© by C. Fuchs, fusoft