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Session 2002/03 - Erste Kostümsitzung
4x11 Jahre jung und munter,
mit Dreigestirn wird's jetzt noch bunter
Bunt war's tatsächlich: auf der 1. Prunksitzung des CV Grün-Weiß Bad Salzig am vergangenen
Samstag. Pünktlich um 19:33 Uhr marschierte der Elferrat in Begleitung der Ballette
auf die Bühne. Sitzungspräsident Oswin Hohenbild und der 1. Vorsitzende Detlef Kahl
begrüßten die Narrenschar im ausverkauften Ägidiusheim und kündigten das Dreigestirn
an.
Unter tosendem Applaus betraten dann endlich Prinz Herbert, Jungfrau Jürgen und
Bauer Sascha mit ihrem Adjutanten Michel die Bühne, die wie in ein Meer aus grün-weißer
Farbe getaucht schien.
"Wir feiern die Fastnacht, wir verschlafen sie nicht!", so Prinz Herbert, bevor
er die Narrengesetze erließ, an die sich bis Aschermittwoch das ganze Volk zu halten
hat.
Nachdem Klaus Bock gekonnt seine musikalischen Glückwünsche vorgetragen hatte, bestieg
der Prinz mit seinen Gefährten die Empore, neben der Bühne. Von dort aus wachte
er den ganzen Abend mit Adleraugen über sein Narrenvolk.
Obgleich sie zum ersten Mal beim CV auf der Bühne standen, ließen es die "Blues
Brothers 2003" zu Anfang so richtig krachen. Die Trainer Sandra Engels, Carina Krahm
und "Bauer" Sascha können stolz auf ihr "Junges Herrenballett" sein. Volker Kahl
alias "Till" rührte kräftig im Polit - Topf und traf bei Themen wie dem Dosenpfand
oder den Bundestagswahlen so manchen Nerv der Anwesenden. " Wer hoch fliegt, kann
auch tief fallen - oder Bonusmeilen bekommen!", so eine der Spitzen.
Das Prinzenpaar aus Oppenhausen gratulierte dem Dreigestirn herzlich und zeigte
sich erleichtert, dass sie nicht miteinander konkurrieren. Lässt sich ein Dreigestirn
doch schlecht mit einem Prinzenpaar vergleichen. "Dafür verdient ihr einen Orden!",
so Prinzessin Angelika.
Für Schwung sorgte das CV Jugendballett von Rita Gold. Das Publikum bedankte sich
für den rhythmisch und dynamisch anspruchsvollen Gardetanz mit langanhaltendem Applaus.
Wer könnte besser eine Rede über das Dreigestirn halten als Karin Tatsch? Sie ergründete
den Ursprung des Namens "Dreigestirn": "Die heißen so, weil die oben hinter der
Stirn ´was sitzen haben!"
In den Reigen der Politprominenzen reihte sich nach dem Bad Salziger Ortsvorsteher
Manfred Kamp auch der Bopparder Bürgermeister Dr. Walter Bersch ein, der an Schwerdonnerstag
bei der Rathauserstürmung den "roten Teppich" ausrollen will!
Das Damenballett zeigte in alter Manier, was es tänzerisch drauf hat und erntete
dafür die Begeisterung des Publikums.
Christel Knopp verglich in ihrer "Weinprobe" den Elferrat mit verschiedenen Weinsorten.
Ihr fiel es sichtlich schwer, den Besten herauszufiltern. Das Glongert-Sextett unterstellte
den Boppardern Neid auf das Salziger Dreigestirn:" So was haben die Bopparder noch
nicht gesehen - so was gibt ´s nur in Salzig!" Auch die Last mit dem Euro beschäftigte
die sechs Musiker: "Ach, Euro! Warum bist du der Teuro?!".
Ein "Stadtstreicher" (Eric Betzing) "lobte" die Mitarbeiter der Stadtverwaltung
Boppard, da sie in vorzüglicher Weise Theorie und Praxis vereinten:" Nix klappt,
und keiner weiß warum!"
Der Höhepunkt der ersten Hälfte war das Herrenballett, das als Tanzsoldaten und
Funkenmariechen in prächtigen Uniformen einen Tanz darbrachten, dem es an akrobatischer
Höchstleistung nicht fehlte.
Mike und Martin Rüdel sorgten nicht nur in der Pause, sondern den ganzen Abend lang,
für die richtige Musik.
"Wir sind das Wahre, Schöne, Gute!", so eröffnete Thomas Kuhlmann die zweite Halbzeit
der Sitzung. Erntete er als Sprecher der Männer heftige "Buh" - Rufe vom weiblichen
Publikum, so hörte Jörn Kappel - als Frau verkleidet - die männlichen Stimmen aufgebracht.
"Ihr Frauen - jetzt wird aufgemuckt!", konterte er.
Liesel Möbus wusste eine Menge aus ihrem Leben zu berichten und erntete für ihre
Anekdoten heftigen Beifall. Die "Zensi von der Alm" war Michael Verbooy, ein Garant
für gute Stimmung. Bei den Klängen von "Heidi" konnte sich selbst Jungfrau Jürgen
nicht mehr auf dem Stuhl halten und tanzte ausgelassen auf der Bühne mit.
Karin Tatsch erfreute die Narrenschar zum zweiten Mal für diesen Abend mit einem
Vortrag. "Ich bin weiß Gott nicht helle - aber eine Frau für alle Fälle!". Das war
dem Publikum eine Rakete wert!
Vor dem großen Finale präsentierte das Damenballett seinen modernen Tanz. "Eine
Liebe aus 1001 Nacht" - so das Motto.
Umringt von allen Aktiven stimmte das Dreigestirn mit Klaus Bock in das Salziger
Lied ein und beendete so einen Abend, der allen noch lange in Erinnerung bleiben
wird.
Daniela Novy
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