Funkelnde Sterne über Bad Salzigs Narrenquelle
Erste Kostümsitzung ein voller Erfolg – 50 Jahre CV Grün-Weiß Bad Salzig
Am Samstag, dem 31. Januar 2009 war es endlich wieder so weit: Der Fanfarenzug Grün-Weiß Bad Salzig begleitete mit Pauken und Trompeten die Eröffnung der Ersten Kostümsitzung in der Jubiläumssession des Carnevalverein Grün-Weiß Bad Salzig e.V. 1959. Unter den Klängen bekannter Karnevalsmelodien hielten alle Grün-Weißen Einzug in die festlich geschmückte Narrhalla des Ägidiusheims und boten den Besuchern ein prächtiges Bild.
Das neue CV-Jugendballett präsentierte direkt im Anschluss zum ersten Mal vor erwachsenem Publikum seinen schmissigen Gardetanz. Mit flotten Melodien brachten die 15 jungen Aktiven den Saal auf Betriebstemperatur. Was die Mädels und Jungs da ablieferten, war vom Feinsten!
Volker Kahl in der Figur des Tills kommentierte mit gewohnt spitzer Zunge die Geschehnisse des vergangenen Jahres. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, nicht nur das Weltgeschehen, sondern natürlich auch das eine oder andere lokale Thema aufzugreifen.
Die Oppenhäuser Tollitäten Franz der I. vom Ehrenfels und Prinzessin Iris I. vom Rosenbach hielten mit großem Gefolge Einzug in die Narrhalla. In ihrem zur Bad Salziger Fastnacht passendem grün-weißen Ornat begrüßte Sie das närrische Publikum und gratulierten dem CV zum Geburtstag.
Angelehnt an das Motto der Narrenquelle brachten die Blues Brothers viele Fantasiegestalten auf die Bühne. Fetzige Musik und akrobatische Einlagen hinterließen bei den Zuschauern einen bleibenden Eindruck. Wenn man sich die zehn jungen Männer so ansieht, so braucht sich der CV über seinen Nachwuchs keine Sorgen zu machen.
Anschließend bestieg Reiner Becker als Kindergartenkind die Bühne.
Die neun jungen Damen des CV-Damenballetts meisterten ihren flotten Gardetanz mit Bravour und machten Appetit auf ihren Showtanz am Ende der Sitzung.
Dass es beim Arztbesuch des Öfteren zu Missverständnissen kommen kann, zeigte Frank Mallmann als aus- und auch eingebildeter Kranker. In seiner gewohnten Art und Weise brachte er den Saal zum toben.
Als „Frau für alle Fälle“ wusste Karin Tatsch aus einigen amüsanten Lebenssituationen zu berichten.
Liesel Möbus erkannte, dass es in der heutigen Zeit durchaus Probleme bei der Finanzierung von medizinischen Hilfsmitteln gibt, und machte sich kurzer Hand selbstständig. Als Ersatzteilverleiherin half sie so manchen Dorfbewohnern aus der Klemme.
Aus den Katakomben des CV zum Fünfzigsten auf die Bühne: Angeführt vom Phantom der Oper erschienen nach und nach die Karnevalisten aus den Gewölben des CV. Nach vielen Jahrzehnten des Wartens durften auch sie endlich auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Ein uralter Karnevalsintendant, ein noch älteres Prinzenpaar und schließlich elf grün-weiße Tills zeigten, was sie drauf haben. Das CV-Herrenballett sorgte mit seinem Auftritt wieder einmal für eine Überraschung.
Als Gratulanten zum fünfzigsten Geburtstag erschienen die Bad Salziger Schinnötzer zunächst als Tortenstücke – natürlich mit Sahne. Sie nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch die vergangenen 50 Jahre. Sogar den Bad Salziger Ortsvorsteher brachten sie nebenbei zum Fliegen.
Nach langen Jahren Auslandsaufenthalt in der italienischen Heimat fand der ehemalige Mitarbeiter der Bopparder „Statteverwaltung“ Luigi in Person von Viktor Kahl den Weg zurück auf die Bühne des CV. Prompt stieß er auf einen alten Bekannten, seinen ehemaligen Chef „Dottore“ Bersch. Natürlich musste Luigi einen neuen Weg zum Bestreiten seines Lebensunterhaltes suchen und fand in „Wendelino“ Spitz sein Vorbild.
Mit ihrem musikalischen Beitrag verarbeitete das Glongert Sextett aktuelle Geschehnisse in der Stadt Boppard. Sie brachten gekonnt auf den Punkt, was viele Bürger beschäftigt. Natürlich ließen sie es sich auch nicht nehmen, dem CV musikalisch zu gratulieren.
Von seinen Erlebnissen bei seinen Angelausflügen berichtete Theo „Keef“ Diedrich in seinem Vortrag. Es ist schon erstaunlich, was man beim Angeln so alles erlebt und was man als Angler aus der Mosel zieht.
Die Kanalratte Dieter Monsieur wollte Boppard zum Thermalbad erklären und stieß dabei auf heftigen Widerstand. Der Rattenfänger Wolfang Spitz blieb seinem Kontrahenten keine Antwort schuldig. Auch der geplante Zentralplatz in Bad Salzig hatte es den beiden angetan: Die Kanalratte enthüllte den mit frisch erbohrtem Thermalwasser gespeisten Rattenbrunnen für den neuen Dorfmittelpunkt.
Als Stadtstreicher wusste Eric Betzing einiges aus den Bopparder Stadtteilen zu berichten.
Anschließend schwappte die Neue Deutsche Welle ins Ägidiusheim: Mit fetzigen Kostümen, bekannten Partyknallern und tollen Figuren präsentierte das CV-Damenballett seinen Showtanz. Sie verstanden es, Lebensfreude auf die Bühne zu bringen und die Zuschauer mitzureißen. Weiter so!
Zum großen Finale rief der Sitzungspräsident Herbert Dausner alle Aktiven des Abends auf die Bühne. Dieser würdige Rahmen wurde genutzt, um ein Urgestein des Bad Salziger Carnevalvereins zu ehren, das seit dem Gründungsjahr auf der Bühne steht. Dem Gründungsmitglied Klaus Bock wurde unter stehenden Ovationen des Publikums durch den Bezirksvorsitzenden der RKK, Daniel Thomas Geis, die goldene Ehrennadel des Verbandes verliehen. Lieber Klaus, wir wünschen dir alles Gute und hoffen, dich noch viele Jahre auf unserer Bühne sehen zu dürfen!
So ging ein bunter, abwechslungsreicher und fröhlicher Abend unter den Klängen der grün-weißen Sterne zu Ende. Und wie das Treiben nach der Sitzung erkennen ließ, werden diese Sterne noch lange über Bad Salzigs Narrenquelle strahlen.
Weitere Informationen zum Verein und Bilder von der Sitzung finden Sie auf unserer Vereinswebseite www.cvbadsalzig.de.
Christian Fuchs
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